Österreich

Fotoparade 2020 – Meine Foto-Momente & Erkenntnisse aus dem Corona-Jahr

Mit diesem Beitrag mache ich bei der alljährlichen Fotoparade von Michael von Erkunde die Welt mit.

Da dachte ich, 2019 wäre bei uns ein reisearmes Jahr gewesen. Tja, da hat noch niemand ahnen können, was das Corona-Jahr 2020 mit uns macht. 2020 sind wir das ganze Jahr über im eigenen Land geblieben. Anfang März haben wir noch gezittert, ob das mit unserer Mauritius-Reise (Abflug 24.März) was wird… Da hat noch niemand ahnen können, wie sehr Corona alles lahm legen würde im gesamten restlichen Jahr…

So hatten wir also 2020 sehr viel Zeit (sofern es Lockdowns und Einschränkungen eben zuließen) unser schönes Österreich besser kennenzulernen, insbesondere unsere allernächste Umgebung in und um Wien. Und was soll ich sagen: Langweilig wurde uns dabei nicht, ganz im Gegenteil.

Wir hatten Zeit, das Wandern als 5-köpfige Familie zu erproben. So ein Wanderausflug mit unseren nun 1-jährigen Zwillingen in der Kraxe und dem 4-Jährigen großen Bruder ist sehr aufwendig in der Vorbereitung und Organisation, aber lohnt sich meistens dann doch… Fast immer sind wir übrigens öffentlich unterwegs.

Ich habe ein paar grandiose Dinge gelernt:

1.) Ich bin unglaublich verliebt in die Region der „Wiener Alpen“ (die natürlich nicht in Wien liegen, sondern in Niederösterreich). Jedes Mal, wenn ich den Schneeberg oder die Rax auch nur aus der Entfernung sehe, macht mich das irgendwie glücklich. Okay, das war fairerweise 2018 und 2019 auch schon so…

3.) Auch die nächste Umgebung hat so viel Neues, Spannendes zu bieten. Und je mehr man in die Materie eintaucht, desto mehr möchte man sehen. Stichwort Wandern: Es gibt sooo viele Wandertouren alleine in und um Wien, wär hätte das gedacht?

4.) Die Liste der „To Do’s Around The Corner“ wird (genau so wie die weltweite Bucket List) nur immer länger, statt kürzer, je mehr man gesehen hat.

5.) Wandern ist toll. Wird mein Reiseblog eben 2020 zum Wanderblog. Auch okay. Vielleicht bleibt er auch in Zukunft vorrangig ein Wanderblog? Wer weiß das schon. Wobei ich schon auch Fernweh hätte…

6.) Sogar dem Winter gegenüber bin ich viel, viel positiver gestimmt. Und das ist für mich wirklich neu. Es ist eigentlich verrückt. Während ich sonst jeden Winter die Tage bis zu unserer Winterflucht-Reise gezählt habe, freue ich mich 2020 plötzlich sogar ein bisschen auf den Winter. Und bin so aufgeregt wie schon lange nicht mehr, wenn der Wetterbericht Schnee ansagt.

Das Coronajahr 2020: Immer das Positive sehen!

Also ja… es hat alles auch irgendwo etwas Positives. Wir haben 2020 keine anderen Länder besucht, geschweige denn neue Länder. Reisen, was war das noch schnell? Wir haben 2020 aber immerhin 6 von 9 österreichischen Bundesländern besucht: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg. Wie immer* haben wir es nicht westlicher als bis nach Salzburg geschafft ;-) Aber kein Wunder, wenn wir auch im Osten so viele tolle Orte entdeckt haben…

  • Definition von „immer“ in diesem Fall: Mindestens 10 Jahre her, dass ich zuletzt in Tirol und Vorarlberg war. Schande. Auf die Bucket List für 2021 setzen? Das wäre eine Idee!

Hier sind also meine für mich schönsten Fotos aus dem Jahr 2020 – alle verbunden mit besonderen Tagen in der Natur

1.) Im Herbst der Nebeldecke entfliehen am Bahnwanderweg Semmering

Ein paar Mal sind wir im Herbst und Winter dem dieses Jahr besonders hartnäckigen Hochnebel über Wien entflohen. Ab einer Seehöhe von ca. 1000 Metern hat man meist gute Chancen, der Nebelsuppe zu entkommen. Dazu benötigt man aus Wien rund eine gute Stunde Fahrtzeit. Besonders eindrucksvoll ist uns die Nebelflucht am Bahnwanderweg Semmering gelungen, wie ich finde…

2.) Urlaub im Salzkammergut: eine Woche in der Traunsee-Region

Wie unglaublich schön das Salzkammergut ist, wusste ich schon von früheren Urlauben dort. Im Juni haben wir eine Woche Urlaub in der Traunsee-Region gemacht. Es war trotz relativ viel Regen und relativ wenig Sonne eine wirklich schöne Zeit.

Zu meinem Lieblingsort zum Fotografieren ist dort wohl der Langbathsee geworden:

Langbathseen bei Regenwetter

Hier geht es zum Blogbeitrag zu unserer See-Umrundung des Vorderen Langbathsees.

3.) Winter in Semmering

Drei Wochen ist es her, da habe ich zum ersten Mal seit mehreren Jahren endlich mal wieder ein richtiges Winterwonderland erleben dürfen. In Semmering hat es Mitte Dezember bereits kräftig geschneit und in der Nacht, bevor wir dort waren, kamen noch mal ein, zwei Zentimeter Neuschnee dazu. Somit war dort alles wie verzaubert. Frischer, herrlich frischer Schnee überall. Dazu ein bisschen Sonne und ein bisschen Nebel. So, so schön!

4.) Wiener Alpen: Wandern auf der Rax

Unser Wandertag auf der Rax hat sich für mich irgendwie als der schönste Tag des Sommers 2020 in mein Gedächtnis eingebrannt. Der Tag war perfekt, weil wir einen Wochentag mit etwas wechselhaftem Wetter ausgewählt hatten – und so den Berg fast für uns hatten. Bei letztendlich eh super gutem Wetter. So mag ich die Rax am allerliebsten!

Blick aufs Ottohaus von der Aussichtsplattform dahinter

5.) Lockdown im Burgenland im Frühling

Der erste Lockdown im Frühling war eine ganz eigenartige Zeit für mich. Wir haben Wien damals fluchtartig verlassen, um den Lockdown am Land verbringen zu können und haben uns für insgesamt 8 Wochen bei meiner Mama im Burgenland einquartiert. Noch nie zuvor habe ich mir so viel Zeit genommen, die Veränderungen der Natur bewusst wahrzunehmen wie in diesem Corona-Frühling. Es war einerseits eine so idyllische Zeit, die wir wie in einer Art Blase verbracht haben, weit weg von den Corona-Schauplätzen dieser Welt. Andererseits war diese Zeit auch behaftet von Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten…

6.) Wandern in Wien

Teils auf altbekannten Wegen, teils auf mir unbekanntem Neuland waren wir dieses Jahr auch viel in Wien unterwegs. Dafür, dass Wien so eine große Stadt ist, hat es doch erstaunlich viel Grün zu bieten und mit der Lobau sogar einen Nationalpark innerhalb des Stadtgebiets. Besonders angetan hat es mir zum Wandern allerdings ein anderer Teil Wiens, nämlich der Nordwesten. Dort, wo die Wiener Stadtberge Leopoldsberg und Kahlenberg in den Wienerwald und die Weinberge übergehen:

Der Inhalt dieses Kinderwagens war gerade Weinberge erkunden :)
Aussicht vom Leopoldsberg auf Wien…
…und in die andere Richtung auf Klosterneuburg und den Bisamberg

Besonders in Erinnerung bleibt mir auch meine erste Solo-Wanderung, als ich auf den Hermannskogel gewandert bin, mit 542m die höchste Erhebung innerhalb des Wiener Stadtgebiets.

8.) Weißenkirchen in der Wachau

Bei unserem Wachau-Spaziergang hoch über Weißenkirchen haben wir den Herbst in den Weinbergen in seiner ganzen Pracht erleben dürfen:

Wachau Weißenkirchen

7.) Salzburg und der Fuschlsee

Im Juli waren wir für ein paar Tage in der Stadt Salzburg und wollten von dort aus eigentlich auch einen Tagesausflug an den Königssee im Berchtesgadener Land machen. Dann hat uns der Wetterbericht aber gar nicht überzeugt und so wurde daraus ein Ausflug an den Fuschlsee. Das war auch schön! Der Königssee kommt dann hoffentlich 2021 dran. Die Fotos von diesem Kurztrip gehören jetzt nicht unbedingt zu meinen Foto-Highlights, dürfen bei dieser Übersicht aber trotzdem nicht fehlen:

Salzburg vom Mönchsberg aus gesehen
Fuschlsee

Das war eine Auswahl meiner Foto-Momente aus dem Jahr 2020. Ein Jahr voll schöner Momente in der Natur!

Die wichtigste Erkenntnis aus 2020 lautet vielleicht: Reisen geht mir immer wieder sehr ab… ABER: 2020 fühlt sich für mich nicht unvollständiger an, nur weil wir nicht reisen konnten. Die vielen schönen Nähere-Umgebung-Erlebnisse, die wir hatten, kompensieren mein Fernweh viel besser, als ich jemals für möglich gehalten hätte.

Hier geht es zu meinem Beitrag zur Fotoparade aus dem Jahr 2019 mit Fotos aus Teneriffa, Italien und natürlich Österreich.

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2 Kommentare

  • Paleica

    wenn schon lockdown, dann haben wir hier in Ö eigentlich eh noch das recht gute ende erwischt. tolle bilder, der 20 schilling blick ist traumhaft, ich muss da auch unbedingt nochmal hin. und ja, „unsere“ alpen, da lässt sich schon einiges erleben, sofern das wetter halbwegs mitspielt. und das salzkammergut ist sowieso ein kleines schatzkästchen.
    ich liebe die natur hier sehr, aber ich hoffe trotzdem, bald auch mal wieder außerhalb der eigenen grenzen was erleben zu dürfen.

    • Johanna

      Ja, ist mir 2020 mal wieder sehr bewusst geworden, was für schöne Plätze wir hier in Österreich haben… aber ich hoffe es auch, dass das Reisen bald wieder möglich sein wird…

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