Winterwandern am Anninger
Niederösterreich

Am Anninger wandern im Winter: ein Wienerwald-Klassiker

Winterwandern am Anninger mit beiden Aussichtswarten

Mit seinen 675m Seehöhe ist der Anninger die höchste Erhebung bei Mödling und ein beliebtes Wanderziel im Wienerwald. Es handelt sich um einen dicht bewaldeten Berg mit insgesamt vier Gipfeln, wovon zwei besonders interessant sind, da sich darauf schöne Aussichtswarten befinden:

  • das wären einerseits der Anninger-Hauptgipfel mit der Wilhelmswarte auf 675m Höhe,
  • sowie der Eschenkogel-Gipfel (653m) mit der 25m hohen (erst im Sommer 2021 neu errichteten) Kaiser-Jubiläums-Warte, unweit davon befindet sich auch das Anninger-Schutzhaus

Zugegeben, am Anninger wandern bietet vor allem eines: Wald, Wald und nochmal Wald. Ohne die Aussichts-Highlights Wilhelmswarte und Kaiser-Jubiläums-Warte wäre eine Anninger-Wanderung daher ein relativ einseitiges Unterfangen. Nichts gegen den Wald, ich liebe den Wald! Zu einer Wanderung gehört für mich jedoch auch eine schöne Aussicht. Durch gleich zwei gut erreichbare Aussichtswarten (eine mit Gipfelkreuz) wird man am Anninger sehr gut belohnt für den zwar schönen, aber doch relativ “unspektakulären” Aufstieg.

Die Wilhelmswarte am höchsten Punkt des Anningers:

Ausblick von der Wilhelmswarte in die verschneite, diesige Landschaft

Am Anninger wandern: zahlreiche Möglichkeiten

Den Anninger kann man am einfachsten ab den Orten Mödling, Gaaden, Hinterbrühl oder Gumpoldskirchen besteigen, es führen wirklich viele Wanderwege auf den Anninger. Der einfachste und meist begangene ist wohl der breite, gemütliche Forstweg, der von Mödling über die Goldene Stiege und die Krauste Linde bis zum Anninger Schutzhaus führt. Doch diesen Weg wähle ich diesmal nicht, ich wähle den steileren, direkteren Anstieg ab Gumpoldskirchen, über den ebenfalls sehr beliebten Kalenderweg.

Auf den Anninger wandern im Winter – meine Wanderung

Ich habe mich für den Aufstieg für den sog. Kalenderweg ab Gumpoldskirchen entschieden, u.a. auch, weil der Bahnhof Gumpoldskirchen als Startpunkt für mich gut erreichbar ist. Der Weg führt – zuerst über den Kalvarienberg und die Weinberge, später durch den Wald – direkt zum Anninger Schutzhaus. Die Kaiser-Jubiläumswarte am Eschenkogel ist dann nur mehr einen Katzensprung entfernt. Nach weiteren ca. 20 Minuten erreiche ich die zweite Aussichtswarte, die Wilhelmswarte am Haupt-Gipfel des Anninger. Von dort steige ich quer durch den Wald wieder nach Gumpoldskirchen ab.

Hier findest du meine Tour zum Nachwandern auf Komoot.

Das Anninger Schutzhaus und der Anninger-Sendeturm von der Jubiläumswarte aus gesehen
Aufstieg Anninger über den Kalenderweg
Schnee und teilweise auch Nebel begleiten mich am Aufstieg

Auf den Anninger wandern von Gumpoldskirchen – alle Eckdaten zur Wanderung

Start und Endpunkt: Bahnhof Gumpoldskirchen. Mit dem Auto kann man näher dran parken, z.B. beim Parkplatz vorm Hotel Orthof, und erspart sich so insg. h&r ca. 1,5 km.

Strecke und Dauer: 9,7 km. Gesamt habe ich ca. 3 Stunden gebraucht (aufgrund der Kälte ohne längere Aufenthalte)

Höhenmeter: 570 hm im Aufstieg, 610 im Abstieg (sagt meine App so, kommt mir aber viel vor).

Anforderungen: Im Winter bei Schneelage mittelschwere Wanderung: die bei Schnee deutlich anstrengenderen Höhenmeter habe ich am nächsten Tag als leichten Muskelkater gespürt ;-) Sonst habe ich vom Wandern schon ewig keinen Muskelkater mehr gehabt. Technisch jedoch auch im Winter unschwierige Wanderung.

Beschilderung: Mäßig gut beschildert, Wanderapp (sonst Wanderkarte) dringend empfohlen! Der Einstieg zum Kalenderweg ist nur sehr sporadisch beschildert, im weiteren Verlauf ist der Kalenderweg jedoch sehr gut grün markiert. Oben beim Anninger Schutzhaus angekommen sind beide Aussichtswarten gut beschildert. Der von mir gewählte direkte Waldpfad zur Wilhelmswarte, sowie der Abstieg von der Wilhelmswarte nach Gumpoldskirchen sind unmarkiert – man muss diese Pfade jedoch keineswegs wählen, es gibt auch “offiziellere” Abstiegsvarianten.

Ausrüstung im Winter: Ich bin die Wanderung gegangen, als bis zu 25cm Neuschnee vom Vortag am Anninger gelegen ist. Jedoch waren alle von mir gegangenen Wege bereits mehr oder weniger ausgetreten. Meine Grödel waren im Abstieg sehr nützlich, sodass ich gut ohne Wanderstöcke ausgekommen bin. Ist der Schnee bereits rutschiger, ist mehr Vorsicht geboten.

Einkehr: Anninger Schutzhaus ganzjährig Mittwoch bis Sonntag geöffnet (außer im Juli).

Beim Abstieg Blick vom Kalvarienberg in die verschneiten Weinberge

Auf den Anninger wandern mit Kindern?

Ich war auf meiner Anninger Wanderung zwar (wieder mal) alleine unterwegs, kann aber gut abschätzen, ob der Weg auch für (unsere) Kinder was wäre.

Für Kinder ist der lange Aufstieg durch den Wald meiner Meinung nach eher eintönig. Auf den Anninger wandern mit Kindern verspricht zu wenig Abwechslung unterwegs, um als wirklich gelungene Familienwanderung durchzugehen. Und es ist ja bekanntlich auch der Weg das Ziel. Aber natürlich ist eine Anninger Wanderung auch mit Kindern machbar. Es hängt – wie immer – sehr vom Kind ab. Oben beim Anningerhaus gibt es jedenfalls einen Spielplatz.

Im Winter wird am und um den Anninger gerne gerodelt. Man kann durchaus den Kalenderweg bergauf zum Anningerhaus marschieren und dann die breite Forststraße nach Mödling als Rodelstrecke benutzen. Eine öffentliche Anfahrt bietet sich hierfür bestens an.

Anninger wandern: Die Kaiser-Jubiläumswarte im Winter
Die Kaiser-Jubiläumswarte am Eschenkogel (dem zweithöchsten Anninger-Gipfel)
Kurz vor der Warte war noch dichter Nebel

Du suchst eine für Kinder geeignete Winter-Wanderung rund um Mödling?

Dann kann ich dir diese hier im Naturpark Föhrenberge sehr empfehlen! Absolute Vorsicht ist dort jedoch bei Glatteisgefahr geboten, da dort generell teils Trittsicherheit erforderlich ist!

Ebenfalls besser geeignet für Kinder empfinde ich die Wanderung auf den angrenzenden Pfaffstättner Kogel, weil der Anstieg kürzer ist und es oben bei der Rudolf-Proksch-Hütte einen großen Spielplatz gibt.

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Blick auf Burg Devin

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Auf den Anninger wandern im Winter: Mein Fazit

Wer in und um Wien noch auf den Schnee wartet, wird am Anninger deutlich wahrscheinlicher fündig: Aufgrund seiner 675 Höhenmeter schneit es dort recht oft, wenn es in den niederen Lagen nur regnet. Als ich meine Anninger Winter-Wanderung Mitte Dezember 2021 unternommen habe, hat es jedoch am Vortag tatsächlich auch im gesamten Wiener Becken ordentlich geschneit. Umso mehr hat sich der Wald am Anninger in eine zauberhafte Winter-Märchenlandschaft verwandelt. Es war wirklich traumhaft, gerade auch durch den Nebel, der teilweise im Wald hängen geblieben ist, während oben angekommen strahlender Sonnenschein herrschte. Eine gelungene Wanderung, die ich sehr empfehlen kann!

Hier noch ein paar weitere Fotos meiner Anninger Winterwanderung:

Viel Schnee rund um die Wilhelmswarte
Blick nach Gumpoldskirchen und weiter hinten Traiskirchen

Ausblick von der Jubiläumswarte:

Hast du noch Fragen zu meiner Anninger Winterwanderung? Dann hinterlasse mir doch weiter unten ganz einfach ein Kommentar. Ich freue mich auch über ein paar nette Zeilen und sonstiges Feedback.

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