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Ins Death Valley mit Kind – unsere Tipps & Erfahrungen

Ins Death Valley mit Kind – ist das eine gute Idee? Das Death Valley klingt zugegeben nicht gerade nach Kinderspielplatz. Der heißeste Ort der Welt ist ein Ort der Extreme, der seinesgleichen sucht. Ortsbezeichnungen im Death Valley Nationalpark im Süden Kaliforniens, wie „Devil’s Golf Course“ oder „Badwater Basin“, klingen wenig einladend. Die Landschaft erinnert unweigerlich an Filme wie „Star Wars“ – nunja, das kommt nicht von ungefähr, denn das Death Valley diente tatsächlich als Drehort der Star Wars Filme. Man fühlt sich dort, als wäre man auf dem Mars gelandet.




Nicht von dieser Welt – das ist das Death Valley. Ein Ort, den man in seinem Leben einmal gesehen haben muss? Ich finde, ja! Aber ins Death Valley mit kleinen Kindern? Ja, na klar! – Wenn man im Vorfeld und vor Ort ein paar Dinge beachtet.

Wir waren im März 2018 mit unserem Sohn Valentin, damals gerade zwei geworden, im Death Valley. Ich möchte euch im Folgenden von unseren Erfahrungen im Death Valley mit Kind erzählen.

Gut vorbereitet ins Death Valley mit Kind

Gute Planung ist wichtig, wenn ihr mit euren Kindern das Death Valley besuchen wollt. Achtet auf folgende Punkte:

  • Welche Jahreszeit? Im Sommer würde ich auch ohne Kind eher davon absehen, das Death Valley zu besuchen. Durchschnitts-Temperaturen um die 50C° müssen nicht sein. Im März hatten wir 35°C, das war gerade noch auszuhalten, aber weit vom klimatisierten Auto haben wir uns nie entfernt. Eine Alternative im Hochsommer: besucht das Death Valley nur in den frühen Morgenstunden.

  • Die trockene Hitze im Death Valley ist besser auszuhalten als z.B eine feuchte Tropenhitze – zu unterschätzen ist sie trotzdem nicht und an den meisten Orten gibt es kaum bis gar keinen Schatten.

  • Nehmt viel Wasser mit! Und zwar richtig viel, 4 Liter pro Erwachsenen werden für einen Tag empfohlen. Ich kann mich erinnern, dass die trockene Hitze des Death Valleys nochmal extra durstig macht, Wasser schüttet man nur so in sich hinein. Nehmt für jede noch so kurze Wanderung eine Wasserflasche mit, auch wenn ihr euch nur ein paar Hundert Meter vom Auto entfernt.

  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Kopfbedeckung sowie luftige, leichte Baumwoll-Kleidung sind ein Muss. Ebenso wichtig: eine Sonnenblende im Auto bei den Kindersitzen!
Zabriskie Point, Death Valley Nationalpark

  • Irgendeine Art von Entertainment fürs Auto für eure Kids ist ebenso nicht verkehrt. Innerhalb des Nationalparks werdet ihr recht viel Zeit nur mit Fahren verbringen.

  • Innerhalb des Parks gibt es an vielen Orten keinen Handyempfang!

  • Tankt euer Auto vorher gut auf. Es gibt zwar Tankstellen im Death Valley, aber die Preise sind schamlos. Dadurch, dass ihr eure Klimaanlage auf Hochtouren laufen lassen werdet, verbraucht ihr nochmal extra viel Sprit.

  • Essen gehen hingegen ist im Death Valley kein Problem, es gibt zum Beispiel in Stovepipe Wells mehrere Möglichkeiten. Wir haben dort in einem waschechten, zum Stovepipe Wells Village Hotel gehörenden, Saloon sehr gut gegessen – bester Veggie-Burger! Die Preise waren erstaunlich moderat. Essen gehen in den USA ist sowieso nie billig.

  • Man kann im Death Valley auch übernachten. Leider war als wir dort waren alles ausgebucht, man muss wohl sehr früh dran sein. Um die kühlen Morgenstunden zu nutzen, ist so eine Übernachtung mitten im Nationalpark natürlich sehr empfehlenswert!
Death Valley mit Kind
Ein Highlight (nicht nur) für Kinder im Death Valley: die Mesquite Flat Sand Dunes

  • Auch im Death Valley gibt es – wie fast überall sonst im Südwesten der USA – jede Menge giftiges Getier wie Spinnen, Schlangen und Skorpione. Lasst eure Kinder daher niemals unbeaufsichtigt spielen!

  • Die wichtigsten Punkte und Sehenswürdigkeiten lassen sich übrigens alle problemlos mit dem Auto anfahren, das ist das Angenehme am Death Valley. Ihr müsst euch also wirklich nie lange von eurem kühlen Auto entfernen. Die Straßen sind gut.

  • Von Wanderungen im Death Valley würde ich euch mit (kleinen) Kindern bei Temperaturen über 30°C definitiv abraten.

Death Valley mit Kind – unser Fazit

Für Valentin war der Tag im Death Valley relativ unspektakulär. Er hat die Fahrten zwar super mitgemacht und fand sich überall Aktivitäten – wie Äste sammeln, seiner damaligen Lieblingsbeschäftigung in den Nationalparks. Aber so richtig auf seine Kosten kam er erst gegen Ende des Tages: In den Mesquite Flat Sand Dunes (hier lest ihr über unsere einzelnen Stopps im Death Valley). Die Mesquite Flat Sand Dunes müsst ihr gerade mit Kind unbedingt einplanen. Eine bessere Sandkiste gibt es nicht! Hier konnte Valentin zusammen mit seinem Papa eine ganz tolle Sandburg aus Ästen bauen.

Ganz allgemein würde ich sagen: Es gibt in den USA geeignetere Nationalparks für Kinder als das Death Valley. Sowohl von den extremen Gegebenheiten als auch von der Landschaft und den Aktivitäten – das Death Valley ist kein sonderlich kinderfreundlicher Ort. Mit ein wenig Planung und zur richtigen Jahreszeit ist es aber gut machbar und nicht gefährlich. Und mit ein wenig Kreativität kann man es auch für Kinder ansprechend gestalten!

–> USA Roadtrip mit Kleinkind – unsere Tipps und Erfahrungen

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Ins Death Valley mit Kind
Sonnenuntergang am Zabriskie Point

(Werbung, unbeauftragt, aufgrund von Ortsnennung und Verlinkung.)

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Ein Kommentar

  • Tamara

    Was für ein schöner Beitrag und vor allem die Bilder, herrlich! Da bekommt man direkt das Gefühl, selbst dabei zu sein. Mein Mann und ich lieben das Reisen, allerdings haben wir uns bislang mit unseren beiden Kindern noch nicht getraut, Fernreisen zu unternehmen. In naher Zukunft werden wir aber bestimmt eine Fernreise mit unserer Rasselbande wagen, zumal sie dann doch auch älter/größer sind. Seit geraumer Zeit verbringen wir nämlich unsere Aufenthalte in den Bergen. Städtereisen, Fernreisen und Reisen ans Meer sind auf alle Fälle wieder geplant. Schon alleine deshalb, um wieder für Abwechslung zu sorgen und neue Orte kennenzulernen.

    Vielen Dank jedenfalls für die schönen Eindrücke und Erfahrungen.

    Tamara

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