Death Valley Zabriskie Point
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Ins Death Valley mit Kind – Unsere Erfahrungen & Route für einen Tag

Ins Death Valley mit Kind – ist das eine gute Idee? Das Death Valley klingt zugegeben nicht gerade nach Kinderspielplatz. Der heißeste Ort der Welt ist ein Ort der Extreme, der seinesgleichen sucht. Ortsbezeichnungen im Death Valley Nationalpark im Süden Kaliforniens, wie „Devil’s Golf Course“ oder „Badwater Basin“, klingen wenig einladend. Die Landschaft erinnert unweigerlich an Filme wie „Star Wars“ – nunja, das kommt nicht von ungefähr, denn das Death Valley diente tatsächlich als Drehort genau dieser Filme. Man fühlt sich dort, als wäre man auf dem Mars gelandet. Nicht von dieser Welt – das ist das Death Valley. Ein Ort, den man in seinem Leben einmal gesehen haben muss? Ich finde, ja.

–> Hier findest du unsere gesamte USA Südwesten Reiseroute im Überblick!

Death Valley mit Kind
Die beste Sandkiste – die Mesquite Flat Sand Dunes

Wir waren im März 2018 mit unserem Sohn Valentin, damals gerade zwei geworden, im Death Valley. Ich möchte euch im Folgenden von unseren Erfahrungen im Death Valley mit Kind erzählen. Auf was sollte man achten, was sollte man unbedingt wissen… welche Death Valley Aktivitäten und Death Valley Sehenswürdigkeiten eignen sich mit Kind?

Übrigens, im Jahre 1913 wurden im Death Valley 57°C Lufttemperatur gemessen. Das ist bis heute die heißeste Lufttemperatur, die weltweit jemals an einem Ort gemessen wurde. Auch die heißeste Bodentemperatur von 94°C wurde hier gemessen. Barfuß möchte ich im Death Valley lieber nicht gehen…

Zabriskie Point, Death Valley Nationalpark

Unser Tag im Death Valley mit Kind – das waren unsere Stopps

1. Stopp: Badwater Basin

Bereits unsere erste Fahrt innerhalb des Nationalparks dauert gefühlt ewig und wir bekommen eine Vorstellung davon, wie groß und weitläufig das Death Valley ist, wie wenig abwechslungsreich die Landschaft.

Das Badwater Basin liegt -86m unter dem Meeresspiegel und ist somit der tiefstgelegenste Ort Nordamerikas. Der Boden besteht aus einer Salzkruste, auf der man auch entlangspazieren kann und es gibt hier tatsächlich auch etwas Wasser – zumindest im März. „Badwater“ heißt der Ort deswegen, weil einst ein Landvermesser seinen Esel von dem Wasser trinken lassen wollte, doch der Esel wollte nicht, weil es ihm zu salzhaltig war. Also taufte er die Stelle „bad water“ – schlechtes Wasser. Achtet auf das kleine unscheinbare Schild „sea level“ weit oben im Felsen, wenn ihr an der tiefsten Stelle Nordamerikas steht und euer Foto macht.

Badwater Basin
Death Valley Badwater Basin
Der tiefstgelegenste Punkt Nordamerikas liegt -85,5m unter dem Meeresspiegel
Badwater Basin
Salty, bad water…

2. Stopp: Devil’s Golf Course

Noch mehr Salzkruste, so weit das Auge reicht, das ist der Devil’s Golf Course. Er liegt nur einen Katzensprung und einen kleinen Abstecher vom Badwater Basin entfernt, von dem her lohnt der kurze Stopp. Aber eigentlich gibt es hier nichts zu sehen. Wir sind auch nur 1-2 Minuten ausgestiegen und sind dann weitergefahren.

Devils Golf Course Death Valley
Devil’s Golf Course

3. Stopp: Artist’s Drive und Artist’s Palette

Sehr gespannt bin ich auf die sogenannte Artist’s Palette am Artist’s Drive. Das sind bunt oxidierte Felsen, die in allen Farben des Regenbogens leuchten und schimmern. Hier machen wir immerhin einen kurzen Spaziergang von einer Viertel Stunde. Die bunten Felsen sind auf jeden Fall sehenswert!

Artist’s Palette
Artist's Drive Death Valley NP
Das weiteste, das wir uns im Death Valley jemals vom Auto entfernt haben…
Artist's Drive Death Valley
Als hätten sich die Menschen absichtlich so bunt angezogen, passend zur Farbpalette…

4. Stopp: Zabriskie Point

Meine persönlichen Highlights im Death Valley kommen zum Ende des Tages: mit dem Zabriskie Point haben wir einen sehr beeindruckenden Aussichtspunkt gefunden. Mich faszinieren die Muster der bizarren Felsen, die im warmen Nachmittagslicht einfach herrlich aussehen. Gerne wäre ich hier bis zum Sonnenuntergang geblieben, doch ein weiterer Tagespunkt steht noch an und wir müssen uns langsam beeilen.

Zabriskie Point, ein grandioser Aussichtspunkt

5. und letzter Stopp: Mesquite Flat Sand Dunes

Ein weiteres absolutes Highlight sind die Mesquite Sanddünen. Wir kommen genau in dem Moment an, als die Sonne untergeht. Trotzdem haben wir hier noch eine ganze Stunde wunderschönes Licht und genießen den Blick über die weiten Dünen. Valentin kommt hier auch endlich auf seine Kosten: er baut zusammen mit Richard eine ganz tolle Sandburg aus allerhand Ästen. Ganz ehrlich: er hat den ganzen Tag supertoll mitgemacht und fand sich überall Aktivitäten – wie Äste sammeln, seiner damaligen Lieblingsbeschäftigung in den Nationalparks. Aber so richtig auf seine Kosten kam er erst hier. Die Mesquite Flat Sand Dunes müsst ihr gerade mit Kind unbedingt einplanen. Eine bessere Sandkiste gibt es nicht!

Mesquite Flat Sand Dunes
Sand, so weit das Auge reicht…
Death Valley Highlights
Death Valley mit Kind
Ein Highlight (nicht nur) für Kinder im Death Valley: die Mesquite Flat Sand Dunes

Gut vorbereitet ins Death Valley mit Kind

Gute Planung ist wichtig, wenn ihr mit euren Kindern das Death Valley besuchen wollt. Achtet auf folgende Punkte:

  • Welche Jahreszeit? Im Sommer würde ich auch ohne Kind eher davon absehen, das Death Valley zu besuchen. Durchschnitts-Temperaturen um die 50C° müssen nicht sein. Im März hatten wir 35C°, das war gerade noch auszuhalten, aber weit vom klimatisierten Auto haben wir uns nie entfernt.
  • Eine Alternative im Hochsommer: besucht das Death Valley nur in den frühen Morgenstunden.
  • Die trockene Hitze im Death Valley ist besser auszuhalten als z.B eine feuchte Tropenhitze – zu unterschätzen ist sie trotzdem nicht und an den meisten Orten gibt es kaum bis gar keinen Schatten.
  • Nehmt viel Wasser mit! Und zwar richtig viel, 4 Liter pro Erwachsenen werden für einen Tag empfohlen. Ich kann mich erinnern, dass die trockene Hitze des Death Valleys nochmal extra durstig macht, Wasser schüttet man nur so in sich hinein. Nehmt für jede noch so kurze Wanderung eine Wasserflasche mit, auch wenn ihr euch nur ein paar Hundert Meter vom Auto entfernt.
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Kopfbedeckung sowie luftige, leichte Baumwoll-Kleidung sind ein Muss.
  • Ebenso wichtig: eine Sonnenblende im Auto bei den Kindersitzen!
  • Irgendeine Art von Entertainment fürs Auto für eure Kids ist ebenso nicht verkehrt. Innerhalb des Nationalparks werdet ihr sehr viel Zeit nur mit Fahren verbringen, weil die einzelnen Death Valley Sehenswürdigkeiten sehr weit voneinander entfernt liegen.
  • Innerhalb des Parks gibt es an vielen Orten keinen Handyempfang!
  • Tankt euer Auto vorher gut auf. Es gibt zwar Tankstellen im Death Valley, aber die Preise sind schamlos. Dadurch, dass ihr eure Klimaanlage auf Hochtouren laufen lassen werdet, verbraucht ihr nochmal extra viel Sprit.
  • Essen gehen hingegen ist im Death Valley kein Problem, es gibt zum Beispiel in Stovepipe Wells mehrere Möglichkeiten. Wir haben dort in einem waschechten, zum Stovepipe Wells Village Hotel gehörenden, Saloon sehr gut gegessen – bester Veggie-Burger! Die Preise waren erstaunlich moderat. Essen gehen in den USA ist sowieso nie billig.
  • Man kann im Death Valley auch übernachten. Leider war als wir dort waren alles ausgebucht, man muss wohl sehr früh dran sein. Um die kühlen Morgenstunden zu nutzen, ist so eine Übernachtung mitten im Nationalpark natürlich sehr empfehlenswert!
  • Auch im Death Valley gibt es – wie fast überall sonst im Südwesten der USA – jede Menge giftiges Getier wie Spinnen, Schlangen und Skorpione. Lasst eure Kinder daher niemals unbeaufsichtigt spielen!
  • Informiert euch vorab auf der offiziellen Website des Death Valley über aktuelle Hitze- und Wetterwarnungen sowie Straßensperren.
  • Die wichtigsten Punkte und Sehenswürdigkeiten lassen sich übrigens alle problemlos mit dem Auto anfahren, das ist das Angenehme am Death Valley. Ihr müsst euch also wirklich nie lange von eurem kühlen Auto entfernen. Die Straßen sind gut.
  • Von Wanderungen im Death Valley würde ich euch mit (kleinen) Kindern bei Temperaturen über 30°C definitiv abraten.

–> Unsere gesamte USA Südwesten Reiseroute im Überblick findest du hier!

Ins Death Valley mit Kind
Sonnenuntergang am Zabriskie Point
Death Valley Sonnenuntergang

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(Werbung, unbeauftragt, aufgrund von Ortsnennung und Verlinkung.)

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