Malta im Winter: Blick auf Valletta
Malta

Malta im Winter: Valletta, Sliema & Mdina entdecken

Im Februar 2018 sind wir zum 2. Geburtstag von unserem Großen für ein paar Tage nach Malta geflogen. Wir, das sind in dem Fall: meine Mama, ich und der 2-Jährige. Eine kurze Winter-Auszeit am Meer, nicht im Meer, das war der Plan… Doch wie klappt das mit dem Winterurlaub auf Malta im Winter? Und was kann man mit Kleinkind denn so auf Malta unternehmen?

Malta im Winter – eine gute Idee?

Es war mein zweites Mal auf Malta, doch bisher kannte ich die Insel nur im heißen Sommer. Wie lässt sich Malta im Winter bereisen?

Generell gilt Malta als eines der besten winterlichen Nah-Reiseziele im Mittelmeer-Raum, immerhin ist der kleine Inselstaat das südlichste Land Europas. Die Temperaturen bewegen sich in den Wintermonaten durchaus um die 20 Grad-Marke herum, öfters geht die Temperatur jedoch auch nicht über die 15 Grad hinaus. 15 Grad als Worst Case finde ich aber zugegebenermaßen ziemlich verlockend! ;-) Hinzu kommen eine kurze Flugdauer, gute Flugverbindungen und sehr attraktive Flugpreise gerade im Winter. Diese Kombination macht Malta zu einem – wie ich finde – sehr, sehr lohnenden Reiseziel in der kalten Jahreszeit.

Dennoch kann es im Winter auch verhältnismäßig “kalt” sein. Ob ein Winterurlaub auf Malta mit Frühlingsgefühlen einhergeht, ist gewissermaßen Glückssache. So hatten wir im Februar leider sehr durchwachsenes Wetter: Sonne und Regen wechselten sich oftmals im Stundentakt ab, dazu blies auch mal ein richtig starker Wind. Die Temperatur bewegte sich um die 15 Grad. Wir hatten also definitiv etwas Pech, das kann man so schon sagen. Wärmer als zuhause war es aber allemal.

Malta im Winter: Kühl, aber mild

Mein Tipp: Der beste Wintermonat für einen Urlaub auf Malta ist der Dezember. Die Chancen auf Temperaturen um die 20 Grad stehen im Dezember noch sehr hoch.

Malta im Winter mit Kleinkind – flexibel bleiben!

Wir hatten für unsere 4 Tage auf Malta eigentlich geplant, in erster Linie viel von der Natur der Insel kennenzulernen. Auch mal an den Strand zu fahren und das Kind bei frühlingshaftem Wetter im Sand buddeln zu lassen, während wir den Wellen zuschauten… das war so meine Vorstellung von Malta im Winter mit Kleinkind.

Leider wurde daraus gar nichts… durch den ständigen Wind, mal mittelstark, dann stürmisch, wurde unser Malta-Kurztrip zum Citytrip. Am Strand hätten wir es zu ungemütlich gefunden. Zwischendurch regnete es auch immer wieder mal ein bisschen, am letzten Tag auch mal stärker. So blieben wir lieber in den gut erschlossenen, städtischeren Bereichen: Von unserer Unterkunft in Sliema aus besuchten wir mit der Fähre unkompliziert die Insel-Hauptstadt Valletta, machten eine geführte Bootstour und einen Tagesausflug per Bus nach Mdina und Rabat. Und dieses Ersatzprogramm war auch voll okay. Sehr schön sogar…

Malta mit Kleinkind im Winter
Mit Kleinkind in Valletta unterwegs

Malta im Winter – unsere Aktivitäten und Ausflüge

Unser Kurztrip nach Malta war trotz des wetterbedingt sozusagen “aufgezwungenen” reinen Citytrips eine wirklich gelungene Reise. Hier sind meine Tipps für Ausflüge und Erkundungen auf Malta, die sich auch an nicht so ganz wetterfesten Wintertagen (und auch mit kleinen Kindern) lohnen:

1.) Malta im Winter: Valletta ist ein Muss!

Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man sich eine Erkundung der wirklich sehenswerten Hauptstadt Maltas nicht entgehen lassen. Die Vorteile eines Citytrips nach Valletta im Winter liegen auf der Hand: Im Winter teilt man sich die Stadt einerseits nicht mit tausenden (Kreuzfahrt-)Touristen. Andererseits macht das Erkunden der engen Gässchen im kühlen, aber nicht kalten Winter mehr Spaß als im mega-heißen Sommer.

Besonders gut hat es uns in Valletta im Bereich der Bridge Bar gefallen. Rund um die bekannte, sehr fotogene Brücke finden sich viele der für Valletta so typischen Stiegen-Gassen und nette kleine Shops. Doch Valletta ist so klein, man kann sich auch auch wunderbar einfach treiben lassen… Valentin mochte die roten Retro-Telefonzellen ganz besonders, die man überall auf der Insel findet. Sie sehen 1:1 aus wie die britischen Telefonzellen. Er hat darin gerne Verstecken gespielt.

2.) Malta im Winter: Die Upper Barrakka Gardens

Besonders hervorheben möchte ich in Valletta die Upper Barrakka Gardens. Sowohl das Areal selbst, als auch der Ausblick von dort oben haben mich sehr begeistert. Man überblickt von der Aussichtsterrasse der Upper Barrakka Gardens (kostenlos zugänglich!) die “3 Cities” Birgu, Senglea und Conspicua sowie den Grand Harbour von Valletta. Genauso sehenswert sollen übrigens die Lower Barrakka Gardens sein.

Malta im Winter: Aussicht von den Upper Barrakka Gardens
Aussicht von den Upper Barrakka Gardens in Valletta
Dämmerungslicht in Valletta von den Upper Barrakka Gardens
Aussicht von den Upper Barrakka Gardens zum Sonnenuntergang

3.) Malta im Winter: Mit der Fähre nach Sliema für den besten Ausblick

Auf keinen Fall solltet ihr euch die kurze Fahrt mit der Fähre von Valletta nach Sliema entgehen lassen! Sliema ist ganz anders als Valletta und viel moderner. Die Stadt selbst fand ich zwar nicht so sehenswert, dafür hat man von dort den allerbesten Blick auf Valletta. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt es sich sehr, in Sliema an der Uferpromenade entlang zu spazieren. Wir hatten unsere Unterkunft in Sliema, ca. 5 min Fußweg zur Fähranlegestelle. Dort halten auch ganz viele Buslinien. Für uns war das die beste Lage, um die Insel zu erkunden und ich würde es wieder so machen.

Kosten Fähre: Ca. 1,50 für die Einzelfahrt, 3 Euro für das Return-Ticket.

Achtung: Im Winter fahren die letzten Fähren bereits um ca. 19 Uhr!

Malta im Winter: Fähre von Valletta nach Sliema
Valletta von der Fähre aus
Malta im Winter: Aussicht auf Valletta
Aussicht von der Sliema Waterfront auf die hübsche Altstadt von Valletta

4.) Malta im Winter: Ausflug nach Mdina und Rabat

Mdina, die alte Hauptstadt Maltas und einer der Game of Thrones Drehorte, wollte ich unbedingt besichtigen. Mdina wird auch “Silent City” genannt, das ist sie allerdings nicht (mehr), aufgrund der vielen Touristen, die durchaus auch im Winter Leben in das Nur-400-Einwohner-Städtchen bringen. Mdina liegt im Inselzentrum und wird z.B. von Valletta und Sliema aus sehr regelmäßig per Bus angefahren. Auch wir waren auf Malta öffentlich unterwegs, das klappt durchaus ganz gut (wenn auch etwas mühsam mit Kinderwagen).

Übrigens: In meinem Gastartikel, den ich für Lilies Diary schreiben durfte, habe ich viele Tipps für Malta mit Kleinkind gesammelt.

Sowohl Mdina als auch die Vorstadt Rabat sind in wenigen Minuten vom Bus-Halt “Rabat” aus erreichbar. Wir waren zuerst in Rabat und uns haben die Gässchen dort schon sehr gut gefallen. Doch in Mdina haben wir es dann nochmal schöner gefunden. Beide Städte wirken so ganz anders. Rabat wirkt moderner, heller und bunter. Das sandsteinfarbene Mdina versprüht ein wenig arabisches Flair.

Altstadt von Mdina auf Malta im Winter
Leicht arabisch angehaucht… die Gässchen von Mdina

5.) Malta im Winter: Grand Harbour – Bootsfahrt rund um Valletta

Der weit verzweigte Hafen von Valletta ist eine Sehenswürdigkeit für sich, die sich am besten natürlich per Boot erkunden lässt. Wir haben uns für die zweistündige Bootstour entschieden, die alle zehn Buchten des Hafens anfährt. Das Boot legt am Fährterminal von Sliema ab, das Ticket hat uns 16 Euro pro Person gekostet (Kleinkinder sind kostenlos).

Für Valentin waren die Baggerschiffe im Frachthafen wohl das Highlight der Tour schlechthin! Ich meine, ein Boot, das gleichzeitig ein Bagger ist… ich muss dazu nicht mehr sagen, oder? Mein Highlight waren die “3 Cities” Birgu, Senglea und Conspicua, die auf schmalen Halbinseln gelegen wie Finger in die Bucht ragen und vom Wasser aus sehr hübsch aussehen. Die Bootsfahrt war definitiv ein tolles Erlebnis für uns alle – man bekommt viele interessante Einblicke!

Blick auf Senglea vom Boot aus
In der Bucht von Senglea vom Ausflugsboot aus
Häuser in Senglea, Malta
Senglea, eine der “3 Citites” – vom Boot aus

Malta im Winter – mein Fazit

Ob ich es wieder machen würde? Wieder im Winter nach Malta? Auf jeden Fall. Beim nächsten Mal haben wir dann im besten Fall mehr Glück mit dem Wetter und im schlechtesten Fall immer noch besseres Wetter als zuhause. Was also hat man zu verlieren? Und Malta ist wirklich sehenswert. Ich überlege schon, wann ich der Insel mal wieder einen Besuch abstatten werde…

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