Thermalstrandbad Baden
Wienerwald

Ein Sommertag in Baden bei Wien mit Kindern

Baden bei Wien für Familien: ein Sommertag mit Wandern und Schwimmen

Baden bei Wien gehört schon immer zu unseren liebsten Ausflugszielen mit Kindern rund um Wien. Die Stadt ist nicht nur richtig schön zum Flanieren, man kann hier auch wandern und einen ziemlich perfekten Badetag verbringen. Das Besondere dabei: in Baden sprudelt heilsames Schwefelwasser aus den Thermalquellen.

Ich zeige dir im Blogbeitrag, wie für uns ein gelungener Sommertag in Baden bei Wien mit Kindern aussieht. Nach einem entspannten Vormittag im Helenental geht es für uns nachmittags ins Thermalstrandbad Baden. Und das Beste: Beides lässt sich auch ideal zu einem autofreien Tagesausflug rund um Wien verbinden. Denn beide Orte liegen nur wenige Bushaltestellen voneinander entfernt und Baden bei Wien ist äußerst schnell und unkompliziert mit dem Zug erreichbar. Das macht es für uns zu einem unserer liebsten Öffi-Ausflugsziele rund um Wien.

Das idyllische Helenental

Autofreier Ausflug rund um Wien: Anfahrt mit Bahn und Bus nach Baden bei Wien mit Kindern

Von Wien nach Baden gelangst du am besten mit dem Zug. Mit dem Cityjet Express (Linie CJX9) beispielsweise, fährst du nur 15 Minuten vom Bahnhof Wien Meidling nach Baden. Mit dem Auto bist du etwa doppelt so lange unterwegs. Vom Bahnhof Baden bei Wien geht es dann – sowohl ins Helenental, als auch ins Thermalstrandbad – mit den Buslinien 306 (1x stündlich) oder 308 (2x stündlich) weiter: Bei der Haltestelle “Baden b. Wien Strandbad” (6 Minuten Fahrtzeit) steigst du aus, wenn du das Thermalstrandbad Baden besuchen möchtest. Für eine Wanderung im Helenental fährst du weiter bis zur Endstation “Baden b. Wien Rauhenstein” (weitere 4 Minuten Fahrtzeit). Ich empfehle dir die Fahrplanabfrage mit anachb.vor.at.

Thermalstrandbad Baden mit Kindern
Ein Sommertag in Baden bei Wien mit Kindern: im Thermalstrandbad Baden

Ein Vorteil der Öffi-Anfahrt ist auf jeden Fall auch, dass man sich um keinen Parkplatz kümmern muss. Denn gerade an heißen Sommertagen am Wochenende füllt sich der angrenzende, kostenfreie Parkplatz schnell und die Parkplatzsuche rund ums Thermalstrandbad Baden kann sich als schwierig gestalten.

Baden bei Wien mit Kindern: Unterwegs im Helenental

Unser autofreier Ausflug rund um Wien beginnt also vormittags im Helenental bei Baden. Die Bushaltestelle liegt direkt beim Startpunkt einiger Wanderungen, darunter dem bekannten “Wegerl im Helenental”, das wir ansteuern. Bestens beschildert führt das Wegerl entlang der Schwechat durchs Tal. Man kann übrigens auch mit dem Fahrrad den Helenentalradweg nehmen, er führt bis nach Alland (ca. 16 km in eine Richtung). Der idyllische Wanderweg durchs Helenental ist barrierearm und daher auch mit dem Kinderwagen befahrbar.

Baden am Urtelstein im Helenental
Badebuchten wie diese findet man im Helenental einige

Unterwegs kommt man relativ bald am Restaurant Hauswiese vorbei, bei dem wir uns zwar schon ein Eis geholt, jedoch noch nie gegessen haben. Nicht viel später erreicht man dann auch schon den Urtelstein, den bekanntesten Felsen entlang des Wanderwegs. Von der Brücke aus genießen wir die Aussicht. Dann geht es weiter, wir suchen uns ein Plätzchen zum Verweilen. Entlang des Wegerl im Helenental finden sich jedenfalls einige idyllische Badeplätze. Je weiter man geht, desto einsamer wird es. Einen Nachteil hat die Sache allerdings: leider verläuft direkt neben der Schwechat die Straße, somit hat man neben dem Rauschen des Flusses auch vorbeifahrende Autos und Motorräder im Ohr.

Direkt bei der Bushaltestelle befindet sich übrigens auch ein großer Spielplatz, den wir gerne nutzen, wenn wir mal auf den Bus warten müssen. Oder wir lassen ein, zwei Busse fahren und bleiben doch länger am Spielplatz… das kommt schon auch mal vor! ;-) An heißen Sommertagen finden wir den Spielplatz allerdings weniger optimal, weil es dort nur wenig Schatten gibt.

Baden bei Wien mit Kindern: das Thermalstrandbad Baden

Nach diesem kleinen, feinen Ausflug in die Natur geht es – es sind ja nur vier Minuten Fahrtzeit mit dem Bus – weiter ins Thermalstrandbad Baden. Das Thermalstrandbad Baden haben wir tatsächlich erst diesen Sommer für uns entdeckt. Zum heurigen 100-jährigen Jubiläum haben also auch wir es endlich dorthin geschafft! ;-) Uns gefällt es auf Anhieb richtig gut.

Das Besondere am Thermalstrandbad Baden ist definitiv der große Sandstrand, der größte Österreichs mit 3.700 Quadratmetern. Und einzigartig ist er auch durch seine Lage: direkt neben den Schwimmbecken versprüht er richtiges Adriaflair, und das vor den Toren Wiens. Dazu kommt dieser Hauch von Nostalgie, der in der Luft liegt. Die historische Architektur mit ihrer Art Deco-Fassade tut da ihr Übriges.

Sandstrand Thermalstrandbad Baden
Das nächste Mal nehmen wir das Sandspielzeug mit ;-)

Baden bei Wien mit Kindern: Unser Sommertag im Thermalstrandbad Baden

Wir suchen uns einen Platz direkt am großen Sandstrand. Wer möchte, kann Liegen und Schirme mieten. Wir sehen aber auch Leute, die ihren eigenen Schirm mitbringen. Am Sandstrand selbst gibt es wenig Schatten, dafür gibt es zu beiden Seiten der Becken Liegewiesen mit schattenspendenden Bäumen.

Wir erkunden die Becken: Die beiden Sportbecken sind riesig. An einem befindet sich der Sprungturm, daneben gibt es ein eigenes Rutschenbecken mit der langen Röhrenrutsche und einer Mehrbahnenrutsche.

Das Kinderbecken ist sehr nett gemacht, mit einer Palmenrutsche, lustigen Sprudeldüsen und einem Wasserpilz. Wir bleiben dann aber die meiste Zeit im großen Hauptbecken. Hier gibt es auch allerhand zu entdecken: die Massageliegen auf der Palmeninsel, den Strömungskanal und die Massagedüsen.

Kinderbecken im Strandbad Baden bei Wien
Vom Kinderbecken aus hat man den Überblick

Das absolute Highlight sind für uns aber die Schwefelbecken, die sogenannten “Wandln”. Eines ist “adults only”, das andere für Familien. Hier sprudelt das heilsame Schwefelwasser mit seinen 36 Grad und dem unverkennbaren Geruch, den wir jedoch als überhaupt nicht störend empfinden. Man riecht es auch nur in unmittelbarer Nähe der Schwefelbecken. Das Schwefelwasser hat unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung und reinigt die Haut.

Baden mit Kindern: Freizeitangebote und Kulinarik im Thermalstrandbad Baden

Am späteren Nachmittag geht es für uns dann noch in den benachbarten Weilburgpark, der zum Gelände des Thermalstrandbads gehört. Neben viel Schatten gibt es hier einen Spielplatz, einen Beach-Soccer-Platz, Beachvolleyballplatz, Streetball und Badminton. Für Familien wird hier echt einiges geboten!

Als der Hunger kommt, entscheiden wir uns für ein Mittagessen in der Milchtrinkhalle. Wir sind angenehm überrascht von den Preisen und sehr angetan von den freundlichen Kellner:innen. Auch das Essen schmeckt gut! Später haben wir uns noch einen Eiskaffee und die Kinder sich Milchshakes gegönnt. Die teils negativen Bewertungen der Milchtrinkhalle kann ich gar nicht nachvollziehen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Thermalstrandbads gibt es ein weiteres Restaurant, die Pizza & Pasta Taverne. Außerdem gibt es einen Kiosk, wo man sich Getränke und Snacks holen kann, und eine Cocktailbar.

Baden bei Wien mit Kindern: Fazit zu unserem autofreien Tagesausflug

Wer Natur und Badespaß zu einem Tagesausflug rund um Wien mit den Öffis kombinieren möchte, dem kann ich einen Besuch in Baden bei Wien sehr ans Herz legen. Sowohl das Helenental als auch das Thermalstrandbad Baden eignen sich auch alleinstehend als ideale Ausflugsziele, an denen man jeweils einen ganzen Tag verbringen kann. Was ich damit sagen möchte: man kann sie kombinieren, muss aber natürlich nicht. Während das Helenental für uns ein altbewährtes Ausflugsziel ist, wo wir jeden Sommer sind, war ein Besuch im Thermalstrandbad Baden für uns eine Premiere. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Vom Thermalstrandbad Baden ist es übrigens nur ein kurzer Spaziergang in den Doblhoffpark mit seinem Rosarium. Auch eine Wanderung im Kurpark kann ich sehr empfehlen. Aufgrund seiner Nähe zu Wien ist Baden bei Wien für Familien ideal für einen Tagesausflug oder um hier ein Wochenende zu verbringen.

Ein allgemeiner Tipp für einen Badeausflug mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Aus Platzgründen empfehle ich Mikrofaserhandtücher, um nicht eine riesige Badetasche mitschleppen zu müssen. Ich habe mir angewöhnt, das Badezeug in einen großen Rucksack zu packen, um die Hände frei zu haben. Für den Heimtransport der nassen Badesachen empfiehlt sich ein Wetbag.

Transparenz: Werbung. Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Baden entstanden. Meine persönliche Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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